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Urlauber Rechte, die Europäische Union macht sich für die Rechte der Urlauber stark!

Überbuchung, stundenlange Verspätungen oder verlorene Koffer, eine Vielzahl ärgerlicher Ereignisse kann den Flug in den Urlaub oder nach Hause in ein eher unangenehmes Erlebnis wandeln.

► Wir haben für Sie im Folgenden die wichtigsten Informationen zu Ihren Rechten als Urlauber zusammengestellt.

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Urlauber Rechte und Rechte von Fluggästen, wichtige Infos und Urteile.

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► Urlauber Rechte im Überblick

• Reisemitbringsel, die kurz nach der Heimkehr schon defekt sind

Wenn Sie innerhalb der EU die Waregekauft haben, dann zählt europaweit gleich eine zweijährige Garantie für das Produkt. Innerhalb dieser Frist muss der Verkäufer das Produkt kostenlos reparieren oder austauschen. War die Anschaffung nicht zu teuer (unter 2.000,- Euro) dann kann man das Geld im Rahmen des Europäischen Verfahrens für geringfügige Forderungen wieder zurück verlangen.

• Nahrungsmittel, die ich mit nach Hause nehmen möchte

Innerhalb der EU ist das in haushaltsüblichen Mengen kein Problem. Fleisch- und Wurstwaren unterliegen dabei jeweils den landestypischen Regelungen. Aus Nicht EU Ländern hilft nur der Blick vorab in die jeweiligen Zollbestimmungen. Fleischwaren dürfen grundsätzlich nicht mitgenommen werden.

► In allen Fragen hilft Ihnen das Europäische Verbraucherzentrum

 

• Ist Ihr Hotelzimmer überbucht, führt der erste Weg zur Reiseleitung

Oder zur Hotelleitung. Kann keine adäquate Abhilfe geschaffen werden, können Sie nach der Reise einen Teil des Reisepreises zurück verlangen. Sofort wieder abzureisen empfiehlt sich nicht. Der Reiseveranstalter muss eine Chance zur Abhilfe oder Nachbesserung bekommen.

 

► Rechte von Fluggästen

Die Fälle, in denen Fluggäste nicht befördert werden, drehen sich immer um die gleichen drei Szenarien: Der Flug hat Verspätung, wurde annulliert oder es kommt zu einer sonstigen Nichtbeförderung – zum Beispiel, weil der Flug überbucht ist.

Die europäische Fluggastrechte-Verordnung Nr. 261/2004 wurde 2004 geschaffen, um den Schutz der Fluggäste zu erhöhen. Im Kern enthält die Verordnung der EU gemeinsame Vorschriften für die Entschädigung der Fluggäste und Unterstützungsleistungen – sie soll also für Klarheit sorgen.

Die Ergebnisse aus den wichtigsten Gerichtsurteilen sind in der sogenannten Wiesbadener Tabelle zusammengestellt. Zur Tabelle

 

Ausgleich für verpasste Flüge

Der Bundesgerichtshof hat in entschieden, dass Fluggäste einen Anspruch auf eine Ausgleichszahlung der Airline haben, wenn sie durch zu späte Starts ihren Anschlussflug verpassen. Ausgleichszahlungen gibt es laut BGH künftig schon ab drei Stunden Verspätung. 

In dem konkreten Fall ging es um eine Reise von Berlin-Tegel über Madrid nach San José (Costa Rica) mit Iberia. Weil der Start in Berlin mit anderteinhalb Stunden Verspätung erfolgte, verpasste die Klägerin den Anschlussflug in Madrid und kam erst mit einem Tag Verspätung am Zielort an.

Das Amtsgericht hatte die Klage zunächst abgewiesen. Im Revisionsverfahren urteilte der Bundesgerichtshof (BGH) nun, dass der Klägerin nach der Fluggastrechteverordnung eine Ausgleichszahlung von 600 Euro zusteht. Das Bundesgerichtshof nimmt damit Bezug auf ein Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union (EuGH).

Dieser hatte am 23. Februar 2013 in dem Verfahren „Air France/Folkerts“ eine Auslegung der Fluggastrechteverordnung zugunsten der Fluggäste bestimmt. Laut EuGH kommt es nur darauf an, wann der Reisende an seinem Zielort ankommt. Sobald die Verspätung drei Stunden überschreitet, haben die Passagiere Anspruch auf Ausgleich.

Diesem schloss sich der BGH nun an. Demnach zählt die tatsächliche Verspätung am Zielort und nicht die kausale Verspätungszeit auf der Teilstrecke, die in diesem Fall nur eineinhalb Stunden betrug, als Richtlinie für die Kompensationszahlung.