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Ihr Fluggastrecht, alles was Sie zu Entschädigungen bei Flugverspätung, Überbuchung und Flugausfall wissen müssen.

 

► Für jede Flugverspätung steht Ihnen nach EU Fluggastverordnung eine Entschädigung zu.

Wir wollen Ihnen die Möglichkeiten zum Schadensersatz erläutern und ihre Fluggastrechte ausführlich erklären. Nicht jeder Flug kann auch angetreten werden und gerade bei Billigflügen reichen die Stornokosten bis zu 100 % des Flugpreises, deshalb empfehlen wir zu jeder Flugbuchung den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung oder Flugstorno-Versicherung.

Eine Jahres-Reiserücktrittsversicherung finden Sie in unserem Vergleichsrechner schon ab 27,- EURO (Stand 01/2017)

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Fluggastrechte bei Überbuchung, Verspätung und Flugausfall. Darauf können Sie sich berufen!

Fluggastrechte bei Flugverspätung und Entschädigung


Die Fluggastrechte sind laut EU-Richtlinien ganz klar geregelt und richten sich nach der Dauer der Flugverspätung, sowie der Länge der Flugstrecke.

 

Fluggastrechte bei Überbuchung

Fluggastrechte bei Linienflug, Charterflug oder Billigflug

Höhe des Schadensersatz im Rahmen der Fluggastrechte

 

Eine Überbuchung kommt garnicht so selten vor

Auch bei einer Überbuchung, wenn also Ihr Platz im Flugzeug mehrfach vergeben worden ist, haben Sie gemäß der EU Fluggastrechte Verordnung VO Nummer 261/2004 Anspruch auf eine Entschädigung.

Airlines leben von optimal besetzten Flugzeugen. Aufgrund der günstigen Flugpreise gibt es nur noch sehr geringe Verdienstmargen für die Flugzeugbetreiber und ein nicht besetzter Flugsitz ist verlorenes Geld.

Da die Fluggesellschaften aus Erfahrung wissen, dass Passagiere immer wieder nicht zum Abflug erscheinen, etwa weil ein Termin länger gedauert hat oder das Taxi im Stau stand, werden bei entsprechender Nachfrage immer ein paar Fluggäste mehr auf den Flug gebucht, als das Flugzeug Passagiersitze hat.

Wenn diese Rechnung jedoch nicht aufgeht, kommt es zur Überbuchung und Passagiere stehen am Check in vor einem vollbesetzten Flugzeug. Fluggäste, die nicht von Bord gehen konnten, können je nach Flugstrecke eine Entschädigung von 250,- bis 600,- € in Anspruch nehmen.

 

► Da eine Überbuchung oder Umbuchung zweifelsfrei in der  Verantwortung der Fluggesellschaft liegt, ist eine Entschädigung immer im Rahmen der Fluggastrechte durchzusetzen.

Wenn sie von der Fluggesellschaft auf der von Ihnen gebuchten Flugstrecke nicht befördert werden, spricht man von einer „Nichtbeförderung“ und eine Entschädigung für Sie ist die rechtliche Konsequenz. Einzige Ausnahmen sind ein verspäteter Check-in Ihrerseits, unvollständige Reiseunterlagen oder persönliche Gesundheitsrisiken, die gegen einen Abflug sprechen. Dann ist eine „Nichtbeförderung“ entschädigungsfrei.

Bei einer Überbuchung haben Sie darüber hinaus das Recht ihren Flugpreis erstattet zu bekommen, bzw. eine andere Beförderungsmöglichkeit zum Flugziel angeboten zu bekommen.

 

Fluggastrechte bei Linienflug, Charterflug oder Billigflug, macht das eine Unterschied?

Für ihre Fluggastrechte ist es unerheblich ob sie ein Linienflugzeug, ein Charterflugzeug oder einen Billigflug gebucht haben. Grundsätzlich ist nur wichtig, dass der Flug innerhalb der EU startet bzw. in der EU landet. Wenn nur die Landung in der EU erfolgt, beispielsweise in Deutschland, muss die Fluggesellschaft einen Sitz in der EU haben, um die EU Fluggastrechte auszulösen.

Die zentrale Frage lautet für jeglichen Schadenersatz lautet, liegt ein Verschulden der Fluggesellschaft an der Flugverspätung oder Überbuchung vor? Wenn ja sind Sie vom Reiserecht geschützt.

Liegt ein Verschulden der Fluggesellschaft vor und hat sie den Geschädigten Fluggast bei einer Flugzeitenänderung nicht mindestens 14 Tage vor dem Abflugterminen über den geänderten Abflugtermin benachrichtigt, so kann der geschädigte Fluggast bis zu drei Jahre nach dem Vorfall Schadensersatz und eine Entschädigung einfordern.

 

Die Höhe des Schadenersatz Betrages richtet sich nach der gebuchten Flugstrecke:

► Flug innerhalb der EU

• Flugstrecke bis 1500 km = 250,- €
• Flugstrecke mehr als 1500 km = 400,- €

 

► Flug außerhalb der EU

• Flugstrecke bis 1500 km = 250,- €
• Flugstrecke mehr als 1500 km und bis zu 3.500 km = 400,- €
• Flugstrecke länger als 3500 km = 600,- €
 

Ihr Fluggastrecht, wann ist ein Flieger angekommen, wie berechnet sich die Flugverspätung?

Fluggastrechte, wie erhalte ich meine Entschädigung bei Flugverspätung

Eine Flugverspätung die länger als 3 h dauert wird wie ein Flugausfall gewertet und löst entsprechend den Fluggastrechten einen Anspruch auf Entschädigung aus. Wie berechnen sich nun diese 3 h, bzw. wann ist denn ein Flieger nun wirklich angekommen?

Dazu hat die EU klargestellt (Rechtssache C-452/13), ein Flugzeug ist erst mit Öffnung einer Tür wirklich angekommen und dieser Zeitpunkt ist maßgeblich für die Bestimmung von Flugverspätung und Entschädigungen gemäß den EU Fluggastrechten. Diese Entscheidung stammt aus einem Streitfall der Fluggesellschaft Germanwings mit einem Fluggast auf dem Flug Salzburg nach Köln.

Die Fluggesellschaft argumentierte, dass die Ankunftszeit mit dem Aufsetzen der Räder auf die Landebahn bestimmt sei. Demnach hätte die Maschine eine Verspätung von 2:58 h gehabt. Die Parkposition wurde aber erst nach 3 h und 5 min erreicht und danach wurden die Türen geöffnet. Somit hat der Fluggast ein Recht auf Entschädigung in Höhe von 250,- €.

Begründung: In einem Flugzeug befinden sich Passagiere in einem geschlossenen Raum, ohne die Möglichkeit zu haben mit der Außenwelt zu kommunizieren, da auch die Benutzung von Mobiltelefonen aus Sicherheitsgründen untersagt ist, ist eine über 3 h hinausgehende Aufenthaltsdauer demnach verlorene Zeit und muss entschädigt werden.

 

Recht haben und sein Fluggastrecht durchsetzen ist oft schwerer als gedacht.

Eine Entschädigung für eine Flugverspätung zu erhalten ist oft gar nicht so leicht. Häufig verfügen Fluggesellschaften erst gar nicht über eine Beschwerdestelle oder Ansprüche auf eine Entschädigung werden schlicht gar nicht erst beantwortet. Dies mögen die Gründe sein, warum statistisch nur sehr wenige Flugreisende ihre Fluggastrechte auch in Anspruch nehmen.

Klar, die Fluggesellschaften wehren sich mit Händen und Füßen gegen Erstattung und Schadenersatz und versuchen mit immer neuen Argumenten geschädigte Fluggäste hinzuhalten oder abzuspeisen. Nach statistischen Annahmen werden von den gemäß den Fluggastrechten zustehenden Entschädigungsansprüchen nur etwa 3-4 % bei der Fluggesellschaft durchgesetzt. Jährlich wären jedoch etwa 1,5 Milliarden € an Entschädigungen rechtlich durchsetzbar.

Der Pilot war krank, das Wetter war zu schlecht all diese Argumente werden ins Feld geführt und oftmals hilft nur der Gang zum Anwalt oder zu einem Inkassodienst der die Fluggastrechte gegenüber der Airline für Sie durchsetzt. Es gibt dazu mehrere Anbieter auf dem Markt angefangen von flugrecht.de über flightright, eu-claim und refund me. Diese Servicestellen berechnen nur im Erfolgsfall einen Anteil an der erstrittenen Entschädigung, üblicherweise etwa in Höhe von 25 % der Entschädigungssumme.

So tragen Sie keinerlei Kostenrisiko, was bei der Beauftragung eines Anwaltes schon der Fall sein kann. Sind sie mit ihrer Klage erfolgreich, muss die Fluggesellschaft auch die Anwaltskosten bezahlen, erhalten Sie jedoch nur teilweise oder gar nicht Recht, müssen Sie neben der nicht erhaltenen Entschädigung auch die Anwaltskosten übernehmen.
 

Worauf müssen Sie achten, wenn sie ihre Fluggastrechte wahrnehmen wollen?

So können Sie Ihre Fluggastrechte durchsetzen


1. Misstrauen sie Aussagen des Check-in Personals

Die Mitarbeiter werden von der Fluggesellschaft bezahlt und sind gehalten etwaige Entschädigungsansprüche im Keim zu ersticken.

2. Lassen Sie sich nicht von überlangen Wartezeiten zermürben

Wenn Sie Ihren Entschädigungsanspruch geltend machen, kann das dauern. Die Airline antwortet nicht oder wiegelt ab. Wenn Sie dann die Angelegenheit auf sich beruhen lassen, hat die Fluggesellschaft gewonnen.

3. Scheuen Sie nicht den Gang zum Anwalt oder zu einem Inkassounternehmen

Fluggastrecht ist Ihr gutes Recht! Wenn Sie Risiken scheuen, lassen Sie den Streit andere für Sie ausfechten. Ein Anteil im Erfolgsfall dafür ist gut angelegt.

4. Lassen Sie sich die Verspätung bestätigen

Zumindestens das muss von der Fluggesellschaft, dem Bodenpersonal gemacht werden. Ein Handy-Photo von der Arrival Tafel mit Datum tut hier auch seinen guten Dienst.

5. Sammeln Sie Zeugen

Namen und Adresse einiger mitfliegender Passagiere als Zeugen für einen Streitfall sind schnell aufgeschrieben und Ihr Erfolg motiviert möglicherweise die Mitreisenden.

6. Holen Sie sich bei einem Flugstorno Steuern und Gebühren zurück

 

► Neu zur Durchsetzung ihrer Fluggastrechte, die Schlichtungsstelle

Diese neu eingerichtete Schlichtungsstelle arbeitet seit dem 1. November 2013 für Ihre Entschädigungen bei den folgenden Airlines:

- Air Berlin
- Lufthansa
- Germania
- Germanwings
- Condor
- TUI Fly
- und einigen ausländischen Fluggesellschaften wie easy Jet und Ryanair
 

Die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr kurz SÖP in Berlin übernimmt ohne Kostenrisiko die Vertretung ihrer Fluggastrechte. So besteht die Chance auf eine Entschädigung ohne jegliche Abzüge. Bevor die Schlichtungsstelle jedoch für sie tätig wird, müssen Sie selbst versucht haben ihre Ansprüche direkt bei der Fluggesellschaft geltend zu machen. Erst wenn sie zwei Monate lang ohne Erfolg tätig waren, können Sie die Schlichtungsstelle einschalten.

Nachteil dabei, der Schlichterspruch ist für die Fluggesellschaft unverbindlich und so kann es passieren, dass Sie sich doch an den Anwalt oder einen Inkassodienst wenden müssen. Ihre Ansprüche verjähren bei einem Schlichtungsverfahren nicht und so haben sie zwar Zeit aber nicht den Fall verloren.

 

Nicht Verschulden der Airline, welche Ansprüche habe ich dann?

Auch wenn eine Fluggesellschaft an der Flugverspätung nicht schuld ist, etwa aufgrund von Streiks oder Wetterbedingungen, so musste die Airline sich dennoch um den Fluggast kümmern und ihn unterstützen mit:
 

• Mahlzeiten und Getränken

• kostenlosen Telefonaten

• im Notfall einer Unterkunft und dem Transfer dorthin


Auch die Rückerstattung des Flugtickets und die anderweitige Beförderung zum Zielort muss von der Fluggesellschaft in diesem Fall geleistet werden. Ein bekanntes Beispiel aus der jüngsten Zeit war die Vulkanasche aus Island, die den Flugverkehr in Europa für Tage lahmgelegt hatte.